Sonntag, 29. April 2012

Bald ist es so weit

Immer will ich den Himmel im Auge behalten
dort habe ich ein Luftschloss gebaut

In ihm können sich
meine Träume entfalten
sie sind dir schon sehr vertraut

Noch treibt mein Luftschloss
am Dasein vorüber
mir wäre ein fester Grund viel lieber

Doch, alles hat seine Zeit

Freitag, 27. April 2012

Niemals verloren

Wir lassen nichts
verloren gehen

Kein Satz
kommt uns jemals zu spät

Wir können die Zeit
nicht verdrehen

Der Augenblick beweist,
dass er nicht
ins Schleudern gerät

Worte haben trotzdem
ihre Dauer
werden oft ganz anders
gemeint als gedacht

Manch guter Sinn
kommt so abhanden -

Nur wir
lassen nichts verloren geh'n

Abendrot

Heiliger Frieden
weht über Felder und Wälder
halten ein wenig länger
den Sonnenuntergang
in den  Baumkronen
in denen leise
einzelne Vogelgesänge wohnen

Farben
sind längst untergegangen
bis auf dieses
niedersinkende Abendrot
in dem ich
verzaubert gefangen

Montag, 23. April 2012

Für dich, A., in unendlicher Traurigkeit

Ein schrecklich-erschreckender Tag gestern.
Das Schicksal schlug unbarmherzig zu.
Es ist zugange wie die Zeit.
Es macht nicht halt.
Vor niemandem.


Wir haben einen Freund verloren.
Mein J. und ich.
So von Heut auf Morgen.
Mitten aus dem jungen Leben heraus.
Mir eine Urlaubsbekanntschaft.
Ja.
Ein Freund.

In ihm ruhte eine gewisse Gelassenheit.
Er war für Späße gern zu haben.
Ich hab es noch vor Augen, als wär es gestern gewesen.
Wir waren da, er kam dazu, sichtliche Freude in seinen
Augen, dann die Umarmung: willkommen meine Kleene
(lächel, ich die Sächsin, er der Bayer) - und ja, er gehörte
in die Runde.

Vorgestern, mein J. und ich telefonierten, da sagte
mein J., jetzt kommt der A. - und wir tauschten
Grüße aus.

Gestern ein Anruf, der A. ist tot.

Nein, ich frage nicht mehr nach dem WARUM. Es gibt
keine Antwort.
Eine junge Frau mit  drei kleinen Kindern - sie bleiben zurück.
A., du selbst würdest den Kopf darüber schütteln, könntest
du es.
Wir sind machtlos, sprachlos, leer....

Ich könnte jetzt schreiben, dass du in uns bleibst, das bleibst du sowieso.

Nein.

Heute nicht.

Heute sind wir noch machtlos, sprachlos, leer -
mein J. und ich...

Sonntag, 22. April 2012

Hoffnungsvolles

Leere in der Dämmerung

Das offene Tor
ist Antwort in die
unbeantwortete Stunde
meiner Sehnsucht,
die selbst in der Stille
des Hauses nicht endet

Irgendwo da draußen
kommt unsichtbar
Hoffnung näher

Samstag, 21. April 2012

Hoffend

Stille am Waldesrand

Sonnenschein auf Wiese,
Feld und Bach

Kein einziges Lüftchen
des Windes ist wach

Des Waldes grünes Band
lädt still den Schatten ein

Ich lasse mich sinken
ins Einsamsein
atme durch
mich gänzlich frei
und denke lächelnd
nun kommen sie bald
die warmen Nächte des Mai

Freitag, 20. April 2012

Abends im Frühling

Ein Frühlingsabend

Gern schöpfe ich Luft
in der Mitte des Gartens
da hier aller Duft zusammenfließt

Vereinzelt noch Vogelgezwitscher
wie Grüße zur Nacht
von Baum zu Baum

Und meine Sinne versinken
im Schoß der Natur

Donnerstag, 19. April 2012

Morgens im Frühling

Sonne
auf der Startbahn zum Tag
die aufgeht
rötlich am Horizont

Die Umgebung
erzählt in Grün
und die Amsel singt
die Erkennungsmelodie

Die Zeit
webt sich weiter vor
in Bunt

Wege -
beliebig welche -
führen den Frühling an

Müdigkeit

Mit mir
tritt die Müdigkeit
in den Abend

Der Tag
ließ mich nicht
aus dem Schatten der Zeit

Und in der Wahrnehmung
der Vorläufigkeit
verlor ich Gedanken
an dich
die sowieso
sprachlos erdacht

Stille in mir
nur der Schlaf
er lacht
und wühlt sich
in mich